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"Modern Embalming", was ist das? Das "Modern Embalming", auch bekannt als praktische Thanatologie ist eine eigenständige Form der hygienischen Totenversorgung für die offene Aufbahrung, also die befristete Erhaltung - auch unter extremen Bedingungen, ohne Kühlung und ohne Trennscheibe. Sie geht zurück auf den französischen Offizier und Chemiker Jean Nicolas Gannal (1791 - 1852). Während der Sezessionskriege wollte man die verstorbenen Soldaten, mit zum Teil erheblichen Verletzungen und Entstellungen, nicht unbehandelt zu ihren Angehörigen zurückschicken. Darum wurden die übelsten Verstümmlungen durch entsprechende Behandlungen optisch kaschiert, damit die Angehörigen den Verstorbenen in positiver Erinnerung behielten. |
In der Bundesrepublik Deutschland ist das Modern Embalming bzw. die praktische Thanatologie im Aufbau begriffen, bei unseren europäischen Nachbarn, wird sie schon seit Jahrzehnten in großem Umfang erfolgreich praktiziert. Der Grundsatz der praktischen Thanatologen lautet: Verstorbene so zu versorgen und herzurichten, daß die Hinterbliebenen eine Abschiednahme am offenen Sarg durchführen können und dass so die Beziehung zwischen Lebenden und Toten menschlicher gestaltet wird. | |||
| Mediziner, Psychologen, Theologen und
Therapeuten berufen sich auf wissenschaftliche
Studien die belegen, dass im Mittelpunkt einer
jeden Trauerbewältigung die bewußte
Wahrnehmung des erlittenen Verlustes steht.
Besonders bei einem plötzlichen Verlust durch
Tod ist die Aktivierung aller
Wahrnehmungssinne erforderlich, um zuerst
die Situation erfassen zu können, ehe dann ein
Verarbeitungs- und Bewältigungsprozeß in
Gang gesetzt werden kann. Man spricht in der Psychologie von den drei Bildern, die notwendig sind, um den Tod zu akzeptieren und ihn erfolgreich zu verarbeiten. Das 1. Bild ist das des lebenden, vitalen Menschen, das 2. Bild ist das des kranken, leidenden Menschen und das 3. Bild ist das Bild eines verstorbenen und erlösten Menschen. |
In diesem Zusammenhang wird klar, wie fatal
Bemerkungen sind wie: "Es ist besser der Sarg
bleibt zu!" Doch fast genaus so fatal ist es,
wenn der Verstorbene in seinem
Erscheinungsbild das "grauen" des Todes
bildhaft vorführt. Wenn z.B. den Hinterbliebenen
ein Verstorbener mit offenem Mund
und Augen, mit ungewaschen Haaren,
verschwitzter Haut und mit unrasiertem
Gesicht päsentiert wird. Hier setzt die Arbeit des praktischen Thanatologen an. Er ermöglicht ein gepflegtes, natürliches Erscheinungsbild des Verstorbenen. Durch das positive Erscheinungsbild wird die Achtung vor dem Verstorbenen gewahrt, so dass die Angehörigen in Ruhe und Würde von dem Verstorbenen Abschied nehmen können. | |||
| Die praktische Thanatologie wird in
Deutschland vorwiegend von besonders
ausgebildeten Bestattern angeboten. Es sind
aber Tendenzen zu erkennen, dass sich diese
Tätigkeit zu einem eigenständigen Beruf
etabliert wie dies schon seit geraumer Zeit in
England und den USA der Fall ist. Ein ausgebildeter Thanatologe hat in seiner Ausbildung grundlegende theoretische und praktische Kenntnisse auf wissenschaftlicher Basis, der Anatomie, der Pathologie, der Bakteriologie, der Chemie, der Desinfektion, der Biologie, der restaurativen Wiederherstellung und der Psychologie erhalten. |
In Deutschland sind derzeit 30 geprüfte
Thanatologen tätig, (Geprüft nach EIEBMS
und BIE Standards.) Die Thanatologen die sich
gemeinsam mit Gleichgesinnten im "Verband
der deutschen Thanatologen" VDT organisiert
haben, streben ein flächendeckendes
Versorgungsnetz über Deutschland an. Die ausgebildeten Thanatologen, meist selbst Bestatter, verpflichten sich, auch ihren Bestatterkollegen, die nicht diese Ausbildung besitzen, ihre Dienste anzubieten. | |||
| Der VDT in Münster unterhält unter der
Telefonnummer: 0251 / 913636 einen
bundesweiten Service für Thanatologen und Fachfragen von Bestattern. Im Ruhrgebiet ist Frau Mechthild Paßmann aus Marl Ihre Ansprechpartnerin. Frau Paßmann ist derzeit die einzige Thanatologin im Ruhrgebiet. Tel. 02365 / 511515 |
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| Diese Fachinformationen und Hinweise
erhielten wir freundlicherweise von Frau Mechthild Paßmann, Loenestraße 18, 45768 Marl, Telefon (0 23 65) 51 15 15 | ||||
Thanatologen stellen sich vor: | ||||
| Andreas Kliesch Bestattungshaus Prof.-Billroth-Str. 1 01968 Senftenberg Tel.-Vorw. 03573 Tel. 70 80 0 Fax 70 80 33 EMail-Adresse 0357370800-0001@t-online.de |
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| Wolfgang Paßmann Bestattungsinstitut Loestraße 18 45768 Marl Tel.-Vorw. 02365 Tel. 51 15 15 Fax 51 15 11 EMail-Adresse: Wolfgang.Passmann@t-online.de |
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| Hans H. Stokkelaar Bestattungen Höltenweg 39 48155 Münster Tel.-Vorw. 0251 Tel. 61 60 61 Fax 62 42 52 EMail-Adresse |
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V D T VERBAND DIENSTLEISTENDER THANATOLOGEN e.V. Coerdestraße 44 48147 MÜNSTER Tel. 0251 / 927 84 33 Fax 0251 / 2 50 45 www.thanatologen.de | ||||
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